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Apotheke am Liesingbach

Einkern-Weißdorn

Crategus monogyna JACQ.

erweitert die Herzkranzgefäße - kräftigt und entlastet das geschwächte Herz

Botanisches:

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Vorkommen: Das Verbreitungsgebiet des Einkern-Weißdorns erstreckt sich über Mittel- und Südeuropa, bis nach Vorderasien und Nordafrika.

Merkmale: Die Art wächst als Strauch oder kleiner Baum und ist an sonnigen Waldrändern, in Hecken und trockenen Gebüschen anzutreffen. Die sparrigen Zweige des Einkern-Weißdorns besitzen bis 2,5 cm lange Dornen. Die oberseits glänzend dunkelgrünen Blätter sind gelappt und weisen am Rand wenige grobe Zähne auf. Im Mai und Juni öffnen sich die in Schirmrispen angeordneten weißen Blüten in großen Mengen. Jede Blüte besitzt 5 Blütenblätter, 1 Griffel und viele Staubblätter. Bemerkenswert ist der intensive Duft, den die Blüten verströmen, und der teils als angenehm, teils als wenig ansprechend oder gar als animalisch empfunden wird. Die dunkelroten eiförmigen bis kugeligen Früchte haben mehliges Fruchtfleisch und enthalten einen einzigen Steinkern. Sie sind essbar, schmecken aber fade, mitunter auch etwas süß-säuerlich.

Die Wuchshöhe des Einkern-Weißdorns variiert zwischen 2-6 m, baumförmig wachsende Exemplare können auch über 10 m hoch werden. Die Art kann ein Alter von mehr als 100 Jahren erreichen.

Inhaltsstoffe:

Es sind vor allem die in Blüten und Blättern enthaltenen Flavonoide, wie Quercetin, Hyperosid, Vitexin und Rutin, sowie Oligomere Procyanide (OPC), die in Kombination mit Aminen, Sterolen, Phenolcarbonsäuren, Triterpencarbonsäuren, Xanthinderivaten und anderen Stoffen für die positive Wirkung des Weißdorns verantwortlich sind.
In den Früchten finden sich neben Flavonoiden, Carotinoiden, Anthocyanfarbstoffen, Gerbstoffen, Eiweiß, Mineralstoffen und ätherischen Ölen relativ hohe Gehalte an Zucker (bis 19g/100g), Pektin und Vitamin C (bis 230 mg/100g).

Anwendung:

Weißdorn gilt als ausgezeichnetes Herzmittel. Die nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens bei älteren Menschen, die meist mit überhöhtem Blutdruck, bedingt durch Arteriosklerose, einhergeht, kann durch eine Weißdorn-Teekur erheblich gebessert werden. Allerdings ist diese über mindestens 4 – 6 Wochen durchzuführen, denn der Heilerfolg setzt erst nach und nach ein. Dabei hat Weißdorn den großen Vorteil, auch bei längerer Anwendung völlig unschädlich zu sein. Gegenanzeigen und Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
In der Erfahrungsheilkunde wird Weißdorn besonders bei leichten Formen von Herzrhythmusstörungen und bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, die durch andauernde Überforderung verursacht wurden, angewendet. In Fällen einer Herzschädigung in Folge einer Grippe oder bei der Nachbehandlung eines Herzinfarktes kann Weißdorn ebenfalls helfen.

Auch das Homöopathikum Crataegus, das aus den reifen Früchten bereitet wird, wird gegen Herzbeschwerden und zur Stärkung des erschöpften Altersherzens gebraucht.

Wirkung:

Die Flavonoide des Weißdorns erweitern die Herzkranzgefäße und führen zu einem gesteigerten Koronardurchfluss und einer verbesserten Durchblutung des Herzmuskels. Damit verbessert sich die Herzleistung und hoher Blutdruck normalisiert sich. Zugleich nimmt der Gefäßwiderstand in den peripheren Arterien ab, wodurch insgesamt eine bessere Durchblutung erzielt wird.

Wissenswertes:

Der Zweikern-Weißdorn, Crataegus laevigata, enthält ähnliche Inhaltsstoffe wie der Einkern-Weißdorn und wird ebenso, wie die gar nicht so selten vorkommenden Hybriden beider Arten, als Arzneipflanze genutzt.
Blüten und Blätter der Weißdorn-Arten werden im Mai/Juni gleich nach dem Aufbrechen der Blütenknospen gesammelt, solange die Blütenblätter noch anhaften. Sie werden in dünner Schicht auf einer Papierunterlage ausgebreitet und müssen rasch trocknen. Dabei sollen die Blüten elfenbeinfarben bleiben und keinesfalls bräunlich werden. Da der Wirkstoffgehalt rasch abnimmt, ist es ratsam, die Blüten möglichst jedes Jahr frisch zu ernten.
Die Früchte können ebenfalls zu Heilzwecken gesammelt werden, auch wenn sie die Wirkstoffe nicht in dem Maße enthalten wie die Blätter oder gar die Blüten. Die Früchte werden einige Tage an der Luft vorgetrocknet und anschließend bei 70°C im Backofen nachgetrocknet. Man sollte auch die Früchte jedes Jahr frisch ernten.

Wegen ihres eigenartigen, pikanten Aromas eignen sich die frischen Blüten gut als Salatbeigabe. Die ganz jungen Blättchen schmecken ebenfalls hervorragend in Salaten und sind zugleich äußerst bissfest. Experimentierfreudige Köchinnen und Köche können die Blüten verzuckern und als Dekoration für Desserts verwenden.
Frrisch geerntete Weißdornbeeren eignen sich gemischt mit anderen pektinarmen Früchten, wie Brombeeren und Holunder, zur Herstellung von Gelees, Marmeladen, Kompott sowie zur Bereitung von Süßmost und Limonaden.

Getrocknete Früchte wurden in Notzeiten gemahlen und als Mehlzusatz beim Brotbacken verwendet. Daher stammen auch die in manchen Regionen verwendeten Bezeichnungen „Mehlbeere“, „Mehlfässel“ und „Mehldorn“.

Sie finden in unserer Apotheke:

Weißdorntee von Dr. Kottas, zur Unterstützung der Herz-Kreislauffunktion

Crataegutt Tropfen zur Kräftigung des Herzens

Natur-Nahrung Knoblauch-Mistel-Weißdorn Kapseln verbessern die Leistungsfähigkeit des Herzens

Revital Weißdorn-Ginkgo-Elixier, Bio-Kräuter-Früchte-Elixier mit Granatapfel- und Traubensaft, reich an Polyphenolen.

 

Für Kräuterhexen und Hobbyköche:

Weißdorn-Rezepte (pdf)